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Die Agenda 21 Sauerlach – Arbeitskreis Soziales und FAIRMIETEN Oberhaching kooperieren seit 2023 um auch in Sauerlach Wohnraum für Sauerlacher Bürger zu vermitteln.

Seit 2021 engagiert sich FAIRMIETEN Oberhaching e.V. als Vermittler zwischen Immobilienbesitzern und Wohnungssuchenden, die auf dem Mietmarkt wenig Chancen haben, bspw. Alleinerziehende oder alleinstehende Senioren.

Die Vermieter sind in der Regel Immobilienbesitzer, die ihre Wohnungen oder Häuser unter sozialen Aspekten vermieten möchten, aber unsicher sind, wie sie dies umsetzen können.

Das Modell funktioniert wie folgt: Jede Vermietung umfasst zwei Mietverträge, einen zwischen dem Eigentümer der Immobilie und dem Verein FAIRMIETEN sowie einen zweiten zwischen dem Verein FAIRMIETEN und dem tatsächlichen Mieter. Die Auswahl der Mieter erfolgt immer in Absprache mit dem Vermieter. D.h. niemand bekommt ungewollte Mieter in seine Immobilie.

Dieses Modell bietet zahlreiche Vorteile für den Vermieter: – Für die Miete, die Kaution und eventuelle Schäden haftet der Verein, so dass für den Vermieter keinerlei Risiko besteht. – Das Suchen der Mieter und vertragliche Themen erledigt der Verein, so dass der Vermieter hier keinen Aufwand hat. – Aufgrund des Mietmodells mit zwei Mietverträgen (Fairmieten Oberhaching e.V. tritt als Zwischenmieter auf) besteht für den Vermieter eine kürzere Kündigungsfrist als bei Mietverträgen zwischen Privatpersonen. – Zu vermieten ist für die Gebäudesubstanz immer besser als eine Immobilie leer stehen zu lassen. – Das Mietpreisniveau soll fair sei, aber selbst dann lassen sich Einnahmen erzielen – leerstehender Wohnraum hingegen bringt gar keine Einnahmen!

Gesucht wird jeder Wohnraum, aber vor allem auch kleine Einheiten mit ein bis zwei Zimmern. Gerade auch für ältere Bausubstanz und vielleicht schwieriger am freien Markt vermietbaren Wohnraum bietet sich das Modell an. Aktuell gibt es von zwei Familien dringenden Bedarf für 3 – 4 Zimmer Wohnungen im Raum Sauerlach. Die Familien wohnen bereits seit 10 Jahren im Lindenhaus in Sauerlach und sind hier inzwischen zu Hause. Die Kinder gehen hier zur Schule, die Familien sind hier verwurzelt.

Sind Sie bereit, Wohnraum in fairer Weise und mit rechtlicher Sicherheit zu vermieten und so allen auf dem Wohnungsmarkt eine Chance zu geben? Weitere Informationen sind auf der Website www.fairmieten-oberhaching.de zu finden. Oder Sie kontaktieren direkt kontakt@fairmieten-oberhaching.de oder christineKensy1@gmail.com

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Agenda21 Radverkehrskonzept – Südliche Umfahrung

Vor 10 Jahren hat die Agenda21 – AK Verkehr – Vorschläge zum Ausbau des Sauerlacher Radwegenetzes vorgelegt. Was hat sich in den letzten 10 Jahren getan? Für die südliche Umfahrung der Wolfratshausener Straße wurden seinerzeit sechs Maßnahmen als notwendig aufgeführt. Davon sind folgende umgesetzt worden: Drei beanstandete Verkehrsschilder wurden korrigiert, ersetzt bzw. neu aufgestellt. Der ursprüngliche Trampelpfad zwischen „Am Grafinger Steig“ und „Am Pfarrgarten“ ist nun durchgehend asphaltiert, jedoch nicht für den Radverkehr freigegeben worden. Nicht umgesetzt ist der Bau eines Fahrbahnteilers mit Überquerungshilfe über die Wolfratshausener Straße am Ende des Radwegs aus Altkirchen sowie die Anbringung eines Schildes in der Andreasstraße, der auf den Durchgangsweg zum „Grafinger Steig“ hinweist. Nach wie vor fahren Radfahrende auf der Wolfratshausener Straße, weil die südliche Umfahrung keine wirkliche Alternative bietet. Der Radverkehr aus Altkirchen wird zurzeit am Ortseingang über Keltenstraße, Obstbaumallee und Pechlerweg wieder auf die Wolfratshausener Straße geführt. Die Obstbaumallee ist ein Schotterweg und ab der Einmündung des Pechlerwegs in die Wolfratshausener Straße heißt es Schrittgeschwindigkeit auf dem für den Radverkehr freigegebenen Gehweg. Kein Wunder, dass insbesondere Rennradfahrende die glatte, frisch sanierte Fahrbahn bevorzugen. Vor der Sanierung hat die Agenda21 den Vorschlag für einen einseitigen Radschutzstreifen eingereicht. Dieser fand jedoch keine Berücksichtigung. Ein weiteres Problem ist der zunehmende LKW-Verkehr auf der Wolfratshausener Straße. Es wird vermutet, dass viele LKW-Fahrer über Sauerlach fahren, um Mautgebühren zu vermeiden. Die Agenda21 hat an verschiedenen Tagen Zählungen durchgeführt. Das Ergebnis ist erschreckend. Pro Stunde befahren bis zu 100 LKW die Wolfratshausener Straße: 1-2 LKW pro Minute! Nicht nur für Radfahrende eine heikle Situation, auch müssen viele Schulkinder täglich die Wolfratshausener Straße überqueren. Im westlichen Teil fehlt eine sichere Überquerungsmöglichkeit und für Radfahrende ist die südliche Umfahrung im jetzigen Zustand keine akzeptable Alternative.

Gina Schloffer-Prins

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Mehr Wärmeschutz bei alten Fenstern – Auch der Austausch der Scheiben wird gefördert

Fenster und Außentüren sind bei Altbauten eine energetische Schwachstelle. Da sie oftmals ein Drittel der Gebäudehülle einnehmen sind Sanierungsmaßnahmen zur Senkung der Heizkosten hier wirkungsvoll. Ehe man über einen kompletten Fenstertausch nachdenkt sollte der wesentlich kostengünstigere Ersatz lediglich der Isolierglasscheiben geprüft werden. Voraussetzung: die alten Fensterrahmen sind noch in einem guten Zustand und vor allem dicht. Es kommt also darauf an ….

Wir möchten Ihnen hier einige Entscheidungshilfen für den reinen Scheibentausch geben:

• ca. 30 Jahre alte Isolierglasscheiben haben auch ohne Anzeichen von Defekten einen nach heutigen Maßstäben schlechten Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert; je niedriger desto besser). Damals war vor allem der Schallschutzfaktor von Interesse.

• eine staatliche Förderung kann auch für „Ertüchtigung der Fenster“, d.h. Austausch der Scheiben in Anspruch genommen werden. Ein Zuschuss von der Bafa oder ein Kredit von der KfW kann nur mit Einbindung eines Energieberaters und vorherigem Antrag erreicht werden.

• Wer nur auf einen Steuerbonus abzielt braucht keinen Energieberater hinzuzuziehen. Die Einkommenssteuer wird 3 Jahre reduziert, wobei jeweils der Gesamtbetrag angerechnet wird. Damit werden bis zu 20% der Sanierungskosten wieder erstattet. Bei der Steuererklärung muss die Anlage „Energetische Maßnahmen“ ausgefüllt werden. Es reicht die Rechnung der Firma, welche die Scheiben eingebaut hat mit einem vom Fachbetrieb unterzeichneten ausgefüllten Formular. Suchbegriff: EsanMV-Musterbescheinigung_01.2020.pdf. Dort im Abschnitt IV „Erneuerung der Fenster“ ankreuzen, obwohl es sich nur um die Scheiben handelt.

• Für die Förderung bzw. Steuerbonus reicht ein U-Wert der Scheiben von 1,3 W/m²K. Dieser Wert wird bei neuem 2-Scheiben-Wärmedämmglas erreicht bzw. unterschritten. Die Scheiben haben heute als Füllgas Argon anstatt damals nur getrockneter Luft. Zur Verbesserung der Wärmedämmung können für einen geringen Aufpreis Glasabstandshalter „mit warmer Kante“ gewählt werden. Diese haben dann einen U-Wert von ca. 1,1 W/m²K. In die alten Rahmen passt i. Allg. keine 3-Scheiben-Verglasung. Diese rentiert sich wegen der deutlich höheren Kosten aber auch kaum.

• Neben den niedrigeren Kosten ist auch der bauliche Aufwand bei reinem Scheibentausch wesentlich geringer im Vergleich zum kompletten Fenstertausch. An einem Einfamilienhaus lässt sich der Austausch von ca. 15 bis 20 Scheiben an einem Tag erledigen; ohne Erzeugung von Schmutz.

Noch eine Empfehlung im Zusammenhang mit Fenstern an Altbauten: Energetische Schwachstellen sind oft auch die Rollladenkästen. Durch die Anbringung einer inneren Wärmedämmung (Bausätze oder Ausschäumen) zusammen mit einer guten Abdichtung der Öffnungen lässt sich mit vertretbaren Kosten ein guter Effekt erzielen. Die Gemeinde macht ihre kommunale Wärmeplanung. Machen Sie an Ihrem Haus Ihre persönliche Wärmeplanung und setzen Sie diese um!

Helmut Kahl

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Mit smarten Thermostaten Heizkosten senken

Mit smarten Thermostaten lässt sich langfristig gutes Geld sparen. Die Geräte sorgen für eine konstante Raumtemperatur und erkennen sogar geöffnete Fenster.

Vom Elektronikfachhandel bis hin zum Discounter findet man inzwischen überall „smarte“ Haushaltshelfer, die uns das Leben immer bequemer machen sollen. Klug eingesetzt, können sie Energiekosten senken. Das klappt mit smarten Thermostaten, also den Drehreglern an den Heizkörpern. Sie sind nicht fest mit dem Heizkörper verbunden, sondern können ganz leicht getauscht werden, eben zum Beispiel durch digitale, smarte Geräte – dafür benötigt man auch kein Einverständnis des Vermieters! Erscheint die Investition in smarte Thermostate zunächst hoch (die Geräte können leicht 60 Euro kosten), lässt sich mit ihnen langfristig Geld sparen. Stiftung Warentest beziffert die Einsparung auf gut 10 Prozent der Heizkosten. Der Energieversorger EnBW kommt zu dem Ergebnis, dass sich in einer Wohnung mit sechs Heizkörpern die Investition in die smarten Geräte nach gut zwei Jahren amortisiert hat.

Von überall aus steuerbar : Die smarten Thermostate sind dank einer kleinen Steuerungseinheit, oft „Hub“ genannt, mit dem heimischen WLAN verbunden. Das ermöglicht die Kommunikation der Geräte untereinander, sowie die Steuerung über eine App auf dem Smartphone. Das hat verschiedene Vorteile. Die Geräte erkennen die Raumtemperatur und sorgen für eine gleichbleibende Wärme. Auch erkennen sie geöffnete Fenster. Je nach Anbieter, erscheint dann eine Push-Mitteilung auf dem Smartphone. Außerdem lassen sich Heizprofile anlegen. Wer täglich zur gleichen Zeit aufsteht, kann die Heizung im Bad entsprechend programmieren. So muss sie nicht die ganze Nacht durchheizen, sondern kann gezielt etwa eine halbe Stunde vor dem Aufstehen das Bad auf eine angenehme Temperatur erwärmen. Praktisch ist die smarte Steuerung auch in Wohnräumen, die über zwei Heizkörper verfügen. Dort muss nur die Temperatur an einem Thermostat geändert werden – der andere zieht automatisch nach. Auch Menschen mit Einschränkungen in ihrer Mobilität profitieren davon, wenn sie nicht mehr zu jedem Heizkörper einzeln hingehen müssen, sondern die Wärme im Sitzen regulieren können.

Wichtig: Die Einsparungen können nicht pauschalisiert werden. Wie groß der Effekt tatsächlich ist, hängt vom eigenen Heizverhalten und dem Sanierungsgrad ihres Hauses oder der Eigentums- oder Mietwohnung ab. Auch sollte bedacht werden, dass die Thermostate für den Betrieb Batterien benötigen. Die Energieagentur empfiehlt: Beschäftigen Sie sich mit ihrem Heizverhalten und überlegen Sie, wie Ihnen die Funktionen smarter Thermostate nützlich sein können. Prüfen Sie, ob Ihnen die Geräte einen Mehrwert bringen, welche Daten von Ihnen erhoben werden und ob die Hersteller garantieren, dass die Funktion auch bei einer Störung des WLANs gewährleistet bleibt. Was ist der Unterschied zwischen analogen und digitalen Thermostaten? Analoge Thermostate arbeiten recht grob. Sie umfassen sie fünf Stufen, die Temperaturen zwischen 12 °C (Stufe 1) und 28 °C (Stufe 5) entsprechen. Diese werden nicht exakt gemessen. Stattdessen befindet sich vorne im analogen Thermostat eine Masse oder eine Flüssigkeit, die sich je nach Temperatur ausdehnt oder zusammenzieht. In digitalen Thermostaten wird diese Technik durch eine komplexe Messtechnik ersetzt, die die Temperatur exakt misst. Die Steuerung des Heizungsventils geschieht über einen Motor und ist dadurch präziser als in analogen Geräten.

Mit freundlicher Genehmigung der Energie Agentur München-Ebersberg

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Kraftstoff aus Abfall jetzt auch in Sauerlach, 90 % CO2 neutral!

Zu 100 % aus organischen Abfällen hergestellt ist der sogenannte HVO-Diesel, der seit April in Deutschland zugelassen ist und am Tankhof Sauerlach mit dem Produktnamen CETAMAX HVO 100 Diesel an den Zapfstellen 9 und 10 (die nördlichste Säule) verkauft wird. Er ist keine 10% teurer als der fossile Diesel, verbrennt viel besser und spart ca. 90 % CO2! Jeder Dieselmotor ist für HVO- Diesel geeignet, braucht keinerlei Umrüstung und HVO ist mit normalem Diesel mischbar.

HVO steht für Hydrotreated Vegetable Oil, wobei der Name noch aus den Anfängen dieser Forschung stammt. Das jetzige HVO wird nicht mehr aus gutem Pflanzenöl synthetisiert, sondern nur aus Bio-Abfällen, es gibt somit keine „Tank-Teller“-Problematik! Deswegen wurde er im April auch in Deutschland zugelassen.

Was ist besonders an diesem HVO-Diesel? Er wird synthetisch hergestellt, das heißt, es werden die für einen Dieselkraftstoff idealen Moleküle künstlich zusammengesetzt und zwar aus den vorher zerlegten Molekülen des Abfalls, also kein Gemisch aus all den vielen Bestandteilen des Rohöls und ohne den dieseltypischen Geruch. Die Verbrennung ist daher sauberer, weniger Rückstände verschmutzen die Brennräume. Es entstehen weniger Feinstaub und Stickoxide, man hat ganzjährig kein Kälteproblem, die Katalysatoren halten länger. Das mitgerechnet, fällt der etwas höhere Preis für HVO-Diesel nicht so sehr ins Gewicht. Und wie schon geschrieben: Man fährt 90% CO2-neutral! Natürlich gibt es auch Gegenstimmen: Aus den für den HVO-Diesel genutzten Abfällen könnte anderes Sinnvolles hergestellt werden und das HVO sollte für nicht elektrifizierbare Nischenanwendungen reserviert werden. Weit auseinander liegen auch die Informationen über die Verfügbarkeit.

Ich argumentiere pro HVO, dass nur Ausbau und Erhalt einer aktiv genutzten Infrastruktur den Preis erschwinglich bleiben lässt, so dass es viel getankt und deshalb weniger fossiler Diesel verbrannt wird. Weniger zusätzliches CO2 gelangt in unsere Atmosphäre! Ich würde begrüßen, es auch an anderen Tankstellen kaufen zu können.

Und natürlich sollte die ohnehin nur beschränkte Verfügbarkeit von HVO niemanden davon abhalten, sich ein Elektroauto zu kaufen (s. Info-Veranstaltung der VHS am 20.3.2025 um 19.00 Uhr). Aber wir haben ja auch noch unseren liebgewonnenen VW-Bus. Der fährt jetzt mit HVO auch zu 90 % sauber.

Arbeitskreis Energie und Mobilität der Agenda 21 Sauerlach, Wolfgang Schieck, Sprecher

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Was bringt uns das, Fairtrade-Gemeinde zu sein?

Die Frage „Was bringt uns das, Fairtrade-Gemeinde zu sein?“ ist berechtigt, aber die entscheidendere Frage lautet: „Was können wir als Fairtrade-Gemeinde bewirken?“ Es geht nicht nur um den Konsum fair gehandelter Produkte, sondern darum, wie eine Gemeinde durch den Einsatz für Fairtrade positive Veränderungen auf globaler Ebene anstoßen kann.

1. Förderung sozialer Gerechtigkeit

Als Fairtrade-Gemeinde unterstützt man benachteiligte Produzentinnen in Entwicklungsländern, indem man ihnen faire Preise und bessere Arbeitsbedingungen bietet. Dies trägt nicht nur zu einer gerechteren Einkommensverteilung bei, sondern ermöglicht den Produzentinnen auch, in Bildung, Gesundheit und die Zukunft ihrer Gemeinschaften zu investieren.

2. Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Fairtrade fördert auch den ökologischen Landbau und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Durch den Kauf von fair gehandelten Produkten unterstützt die Gemeinde nachhaltige Praktiken und trägt zur Schonung von Natur und Klima bei. Dies schafft ein stärkeres Bewusstsein für den Umweltschutz in der Bevölkerung.

3. Bildung und Wertevermittlung

Eine Fairtrade-Gemeinde fördert das Bewusstsein für globale Zusammenhänge und lehrt Werte wie Fairness, Solidarität und Verantwortung. Sie inspiriert ihre Bürgerinnen, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen und sich aktiv für eine gerechtere und nachhaltigere Welt einzusetzen. Zusätzlich wird auch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Fairtrade-Gemeinde gestärkt.

Fazit: Als Fairtrade-Gemeinde können wir ein starkes Zeichen für sozialen Wandel und Umweltschutz setzen und damit die Lebensbedingungen der Produzentinnen verbessern. Fairtrade ist ein Schlüssel zu einer gerechteren, nachhaltigeren Zukunft für alle.

Claudia Pfefferseder

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Mit  Schokolade gegen die Ausbeutung von Kindern! Fairtrade beim katholischen Pfarrfest

Zum Beginn der Fairen Woche 2022 stellte Pfarrer Josef Steinberger den Gottesdienst am 18. September unter den Gedanken des Fairen Handelns und Handels. Dazu wurden zum Beispiel der Tagesablauf eines Sauerlacher Schülers und eines indonesischen Mädchens gegenübergestellt. Der junge Mann aus Sauerlach bekommt ein Frühstück, geht zur Schule, kann am Nachmittag lernen, übt sich im Bogenschießen und am Abend sitzt die Familie gemeinsam beim Abendessen. Die junge Frau aus Indonesien muss morgens das Frühstück für die Geschwister herrichten und anschließend kilometerweit zum Steinbruch gehen, in dem sie den ganzen Tag schuften muss. Schulbesuch? Für sie ein unerfüllbarer Traum.

Dass es diesen Kindern und ihren Familien besser geht, dafür setzt sich jetzt auch die Projektgruppe „Fairtrade“ der  Agenda 21 ein. Wie schön, dass wir unser Anliegen beim anschließenden Pfarrfest vorstellen konnten. Und einen guten Köder hatten wir auch: „Faire“ Schokolade. Außerdem verteilten wir Hefte mit Rezepten aus fairen Zutaten und gaben Tipps, wie jeder einen kleinen Beitrag leisten kann. An dieser Stelle an Pfarrer Steinberger und das ganze Team herzlichen Dank für die Unterstützung.

Unser Fazit: Die Besucher und Besucherinnen beim Pfarrfest waren sehr aufgeschlossen und interessiert und wir hoffen, noch weitere Mitstreiter und Mitstreiterinnen zu gewinnen. Denn unser Ziel ist: Sauerlach soll eine Fairtrade-Gemeinde werden und sich für eine Zertifizierung bewerben.

Wenn Sie Lust haben, sich mit uns zu engagieren, oder wenn Sie eine gute Idee haben, wie wir den Fairtrade-Gedanken in Sauerlach noch weiter verbreiten können, melden Sie sich bitte unter fairtrade@agenda21-sauerlach.de

Claudia Pfefferseder und Tanja Bergold

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Rückblick 25 Jahre Agenda21 Sauerlach

Am 10. Juli fand im Heimatmuseum Arget die Jubiläumsfeier 25 Jahre lokale Agenda21 Sauerlach statt. Pünktlich zum Jubiläum strahlte die Sonne über Arget und die Regenwolken hatten sich verzogen. Und genauso sonnig war auch das Jubiläum. Die Stellvertretende Vorsitzende der Agenda21, Christine Kensy, hielt einen kurzen Rückblick auf 25 Jahre wertvolle Arbeit und Impulse für die Gemeindeentwicklung. Alle Vorgänger von Anton Pfefferseder, derzeitiger Sprecher der Agenda21, waren gekommen: Christian Schmidt, Dr. Bruno Geisert, Johann Friedrich, Werner Brenner und Helmut Kahl.

Landrat Christoph Göbel stellte in seinem übersandten Grußwort heraus, wie sehr sich die Agenda21 für die Windkraft in Sauerlach eingesetzt hat und lobte auch den Beitrag, den die Agenda21 daran hatte, dass im Sauerlacher Rathaus die Stelle eines Klimaschutzmanager geschaffen wurde. Bürgermeisterin Barbara Bogner dankte der Agenda21 für die ehrenamtliche Arbeit und versprach als Geschenk, dass die Gemeinde Sauerlach einen Erinnerungsbaum an das Jubiläum pflanzen werde.

Im Laufe des Tages konnten an die 500 Besucher beim Jubiläum begrüßt werden, darunter auch viele Familien mit Kindern. Für die jungen Besucher war ein interessantes Programm geboten mit Mitmach-Spielen, Versuchen zum Thema Energie und Aktionen am Nachhaltigkeitsstand, beispielsweise Brausepulver selbst mischen. Besonderes Interesse bei Jung und Alt fand die Bestimmung des eigenen CO2-Fußabdrucks – um den eigenen Lebensstil besser einschätzen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können.

Während des Festes wurden zahlreiche Rückmeldungen und Wünsche für Sauerlach gesammelt, unter anderem: Wohnraum in kleinen Einheiten bis 50 Quadratmeter, Tiny Häuser auf kleinen Grundstücken, ein Begegnungsgarten für alle Generationen auf dem Postanger, ein (Natur-)Schwimmbad, ein 20-Minuten-Takt für die S-Bahn, mehr Raum fürs Radfahren, parkende Autos weg von der Straße (und auf die Grundstücke), grünes Gewerbegebiet. Alle Rückmeldungen und Wünsche sind auf unserer Internetseite zu finden (www.agenda21-sauerlach.de). Für die Realisierung dieser Wünsche sucht die Agenda21 weitere engagierte Mitstreiter!

Wir freuen uns, dass das Fest so gut gelungen ist und so viele Besucher einen interessanten Nachmittag auf dem Gelände des Heimatmuseums verbringen konnten. Der Agendarat bedankt sich bei den Heimatfreunden, dass die Feier im Heimatmuseum stattfinden konnte! Ebenso herzlichen Dank an die Argeter Burschen und den SV Arget für ihren Beitrag zur Bewirtung beim Fest, wie auch allen Kuchenspenderinnen und -spendern!

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Wünsche und Visionen für Sauerlach

Auf der Feedbackwand bei der 25-Jahr-Feier wurden viele Wünsche und Visionen für Sauerlach hinterlassen, die wir an dieser Stelle wiedergeben. Alle Anregungen werden in die künftige Arbeit der Agenda21 einfließen.

Die Wünschen und Vision hier nachfolgend – unsortiert – aufgezählt:

Angebot an kleinen, bezahlbaren Grundstücken und Tiny-Häuser
Wohnraum in kleineren Einheiten schaffen (ca. 50 qm)
Sicht- bzw. Glühbirne für Glascontainerhäuschen in der Oberhamer Str.
Oktoberfest – Maibaumfest
Inklusion für Jugendliche
Postanger- Begegnungsgarten für alle Generationen
Eine gute Weinbar
offene Werkstatt mit Anleitung
ein Bio-Gemüsestand auf dem Sauerlacher Markt (Bahnhofsplatz)
Öffnungszeiten der Bücherei so anpassen, dass Schulkinder sie besuchen können
ein Museum in Sauerlach
Aquarellkurs in der VhS
Verantwortungskapital – Rendite in 3 Dimensionen: finanziell – ökologisch – sozial
Naturschwimmbad
Schwimmbad
Autonom fahrende Busse, die die Ortsteile verbinden
S-Bahn alle 20 Minuten
Fahrradfahren im Alltag promovieren, nicht nur in der Freizeit (Stadtradeln)
Muss man im Auto zum Bäcker?
Weniger Autos im Ort! Mehr Platz für Kinder!
Parkende Autos auf die Grundstücke und weg von den Straßen.
Mehr Spielstraßen für Kinder.
Fernwärme zukunftssicher gestalten => Holzanteil stark reduzieren und durch nachhaltige Konzepte ersetzen
Großer Stromspeicher am Sauerlacher Umspannwerk
Neues Gemeindelogo – Grünes Gewerbegebiet
Nachhaltiges Verpackungssystem für Gastronomie in Sauerlach (Viele Firmen ohne Kantine, daher wird oft bestellt)
Energiebedarf der Gemeinde zu 100% aus Erneuerbaren

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WärmeDämmungsBündelungsaktion – Mitmachen ist noch möglich!

Am 18.5.2022 lud der Arbeitskreis Energie und Mobilität der lokalen Agenda 21 Sauerlach zu der Auftaktveranstaltung einer Bündelaktion zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden ein.

Im Vorfeld konnte der Arbeitskreis zwei sehr wichtige Mitstreiter gewinnen: Architekt und Energieberater Herr Kienle und Baumeister und Energieeffizienzexperte Herr Gsinn-Objartel.

Herr Kienle arbeitet im Auftrag der Verbraucherzentrale Bayern. Diese führt u.a. energetische Gebäudechecks durch, die den Eigentümern Energiesparpotentiale an Ihren Gebäuden aufzeigen sollen. Angefangen von der Waschmaschine im Keller über die Heizanlage, die Wärmedämmung der Kellerdecke, der Wände und des Dachs, dem Zustand von Außentüren und Fenster bis hin zu unnötigen Stromverbrauchern werden für einen Kostenbeitrag von 30 € ca. 2 Expertenstunden in die Immobilie investiert.

Weiter gehen kann es dann mit dem Planungsbüro bauwerk von Herrn Gsinn-Objartel. Entweder können über ihn in gebündelter Form sogenannte Einzelmaßnahmen, z.B. das Anbringen einer Wandwärmedämmung und/oder der Austausch von Fenstern mit staatlicher Förderung von 20 % bei geeigneten Firmen beauftragt werden oder man entscheidet sich, zunächst einen sogenannten Sanierungsfahrplan erstellen zu lassen. Dieser kostet zwar 1300,- € (nach 50 % Förderung), bringt aber nicht nur einen roten Faden in die Sanierungsmaßnahmen, sondern auch noch 5 % zusätzlicher Förderung. Selbst die Kosten für die Beauftragung, Begleitung und Abnahme der Baumaßnahmen und die Beantragung der Förderung werden staatlich gefördert. So bleiben von den 9 % Honorar dafür nur noch 4,5 % für den Bauherren zu leisten.

Der Mehrzweckraum war mit ca. 40 Interessenten bei geöffneten Fenstern angenehm gefüllt. Die Hausbesitzer haben die Möglichkeit, sich für die Beratung durch die Verbraucherzentrale anzumelden, rege genutzt. Sieben Teilnehmer wussten gleich, dass sie danach einen Sanierungsfahrplan wünschen werden.

Durch die Bündelung und professionelle Ausschreibung der energetischen Sanierungsmaßnahmen versprechen wir uns nicht nur günstigere Kosten, sondern auch einen Zeitvorteil bis zum Abschluss der Arbeiten. Geplant ist, dass im späteren Sommer und im Herbst die notwendigen Checks und Sanierungsfahrpläne erstellt und die Anfragen an die Baufirmen gestartet werden können, so dass im nächsten Frühjahr mit den Sanierungen begonnen werden kann.

Bei Interesse kann man noch auf diesen Zug aufspringen. Eine Mail an den Sprecher des Arbeitskreises Energie und Mobilität, Wolfgang Schieck (Wolfgang.Schieck@t-online.de), mit Name, Adresse und Mobilnummer reicht.

Wolfgang Schieck

Sprecher Arbeitskreis Energie und Mobilität